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EM-Rückblick

Die Taktiker standen im Endspiel

Mittlerweile hat sich in Deutschland das 4-2-3-1 im Profifußball durchgesetzt. Auch die meisten anderen europäischen Mannschaften spielen dieses System standardmäßig.
Schaut man auf die Spanier und Italiener, fällt sofort auf, dass diese Nationen sich ständig taktisch weiterentwickeln und für jedes Spiel neue taktische Elemente setzen.
So auch bei der Europameisterschaft 2012.

Fangen wir mit den Italienern an:

Gegen Spanien zeigten die Italiener in der Gruppenphase wie gut die einzelnen Spieler im taktischen Bereich ausgebildet wurden. In der Grundformation wurde ein 3-5-2 gespielt. Bei gegnerischem Ballbesitz in der Italienischen Hälfte wurde aus dem 3-5-2 ein 5-3-2. Dadurch wurden die Räume 20 Meter vor dem Tor extrem en gemacht und die Spanier konnten nicht wie gewohnt kombinieren. Mit den 2 Spitzen war Italien ständig gefährlich im Konterspiel. Das Unentschieden war für Italien hoch verdient. in den anderen Spielen ging man über zu einem 4-4-2. Auch dieses System war von keiner anderen Mannschaft zu sehen.

Kommen wir zu den Spaniern:

Auch hier war vom 4-2-3-1 nichts zu sehen. Stattdessen wurde im 4-6-0 agiert. Dieses für die eigenen Mittelfeldspieler extrem variable System besticht durch seine Flexibilität. Ständig stoßen andere Mittelfeldspieler in die Spitze. Dadurch kann sich die gegnerische Abwehr nicht auf die Gegenspieler einstellen

Ein großes Lob an dieser Stelle auch für Portugal

Keine andere Mannschaft wagte gegen den Weltmeister eine Mischung aus Angriffspressing und Mittelfeldpressing.
Mit Erfolg!
Nach 90 Minuten stand es 0:0.
Auch hier wurde der Gegner mit taktischen Mitteln überrascht.

Kommen wir zu Deutschland:

Sicher die beste Mannschaft die wir seit Jahren haben.
Aber taktisch leicht auszurechnen. Es fehlt der Mut, den die anderen Nationen gezeigt haben. Das 4-2-3-1 ist Programm und daran wird nicht gerüttelt. Das ist erst mal auch nicht weiter schlimm.
Nur die Überraschungsmomente, die alle anderen oben erwähnten Teams hatten fehlten hier gänzlich. Eine Ausnahme ist das Spiel gegen Griechenland. Hier wurde zwar nicht die Grundordnung geändert, aber mit Reuß und Schürle wurden zwei sehr Variable Offensivkräfte gebracht, die gut mit Klose und Özil harmonierten. Hier hätte man sicher den Mut haben sollen, dieses System weiterzuentwickeln.

Halten wir fest:

Die Taktik im Fußball entwickelt sich ständig weiter. Gerade die Nationen wie Spanien und Italien hatten und haben hier einen sehr großen Anteil daran. Es scheint in diesem Zusammenhang zwangsläufig so zu sein, dass die Taktik den Unterschied macht.

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